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Unterschriftenaktion zur Verbesserung der Situation Heilpädagogischer Förderlehrkräfte

Schluss mit der Ausbeutung der Heilpädagogischen Förderlehrkräfte! Jetzt unterschreiben!

Die von der GEW unterstützte Petition zur Aufwertung der Heilpädagogischen Förderlehrer*innen (HFL) hat einen einen Teilerfolg erbracht: Interessierte können sich nun für das Lehramt "Fachlehrer für Sonderpädagogik" bewerben. Die Vergütung und Besoldung sind deutlich besser und die Arbeitsinhalte vergleichbar mit denen der HFL. Allerdings wurden die bereits ausgebildeten HFL nicht berücksichtigt! Wir haben darüber berichtet. HFL setzen sich seit Jahren für eine gerechte Entlohnung ein, sie verdienen nach einer Aufstiegsweiterbildung weniger Entgelt!

Ein Bündnis, bestehend aus den Initiator*innen der Petition, GEW, ver.di und anderen setzt nun erneut ein starkes Zeichen.

Wir fordern:

  1. Den bereits ausgebildeten HFL muss der Weg zur Fachlehrkraft durch eine kurze Nachqualifikation ermöglicht werden.
  2. Wir unterstützen den Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen im Landtag und fordern eine Zulage sowie schnellere Stufenaufstiege nach §16 Abs. 5 des Tarifvertrages der Länder (TV-L).
  3. Der Freistaat als Mitglied des Arbeitgeberverbandes soll den Vertrag zur Eingruppierung mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes verbessern, um die Eingruppierung der HFL zu erhöhen. Auch die Eingruppierung der sogenannten Heilpädagogischen Unterrichtshilfen muss angepasst werden.

Die 2500 Unterschriften wurden am 29. September dem Kultusministerium übergeben.

Die Unterzeichnung ist nicht mehr möglich.

Heilpädagogische Förderlehrkräfte (HFL) sind bestens ausgebildet und verfügen über eine hohe Spezialisierung, indem sie Heilpädagogik mit Unterrichtsgestaltung verknüpfen. Sie haben unterschiedliche Ausbildungen absolviert, darunter Erzieherinnen, Heilerziehungspflegerinnen und Heilpädagoginnen. Nach einer zweijährigen berufsbegleitenden, staatlich organisierten Zusatzausbildung arbeiten sie als HFL an Förderschulen, Schulvorbereitenden Einrichtungen, Mobilen Sonderpädagogischen Hilfen oder Mobilen Sonderpädagogischen Diensten. Sie arbeiten eng mit Sonderpädagoginnen an Förderschulen zusammen und gestalten den Unterricht eigenständig.

Im Vergleich zur Bezahlung in den Berufsgruppen, aus denen sie kommen, ist die Vergütung für HFL nicht attraktiv. Trotz höherer Qualifikation verdienen sie weniger als beispielsweise Erzieherinnen, die mit Kindern mit Integrationsbedarf in außerschulischen Einrichtungen arbeiten. Im Vergleich zu anderen Lehrkräften befinden sich HFL am unteren Ende der Einkommensskala. Auch die zukünftige Berufsgruppe der Fachlehrer*innen wird im Vergleich zu anderen Lehrkräften unterbezahlt, jedoch ist die Besoldung als Fachlehrkraft besser als die Vergütung für HFL.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2021 belegt die hohen und stetig steigenden Anforderungen an die Berufsgruppe der HFL. Dabei wurde auch der große Wunsch nach mehr Wertschätzung deutlich geäußert. Die Aufwertung des Berufsbildes durch eine künftige Ausbildung an einem Staatsinstitut mit der Möglichkeit der Verbeamtung würde sowohl deutliche materielle Verbesserungen als auch überfällige Anerkennung bringen. Jedoch werden angestellte Fachlehrkräfte, also nicht verbeamtete, in Zukunft deutlich geringer entlohnt, ähnlich wie die meisten angestellten Lehrkräfte. Ob es überhaupt angestellte Fachlehrkräfte geben wird, ist noch unklar. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert seit Jahren echte Paralleltabellen, sodass beispielsweise die Besoldung A11 für Fachlehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen der E11 für Angestellte entsprechen würde, statt wie derzeit der EG 10.

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