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TVöD Tarifrunde 2023

GEW: Preissteigerung ist voll auszugleichen

Heute beginnen die TVöD-Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Die GEW Bayern fordert die Kommunen auf, ihrer Verantwortung für ihre Beschäftigten gerecht zu werden.

In den aktuellen TVöD-Tarifverhandlungen fordern die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes 10,5 Prozent Gehaltssteigerung, mindestens jedoch 500 Euro mehr. Die Laufzeit soll ein Jahr betragen. Für Auszubildende, Praktikant*innen und dual Studierende werden 200 Euro mehr gefordert. Die GEW organisiert einen Teil aller kommunal Beschäftigten in Deutschland: die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, die in Kitas, in Einrichtungen der Behindertenhilfe und in der Jugendhilfe arbeiten, sowie die kommunal angestellten Lehrkräfte. Heute treffen sich die Tarifparteien in Potsdam zur ersten Verhandlungsrunde. Die Tarifverhandlungen werden Ende Februar und Ende März fortgesetzt. Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat dabei die Verhandlungsführerschaft für die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes.

Dazu Gerd Schnellinger, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Bayern:

„Die Preise steigen seit Monaten extrem, das schlägt bei den Beschäftigten voll durch. Viele müssen jetzt bei Grundnahrungsmitteln sparen, es geht also um Brot und Butter, nicht um den Verzicht auf eine Luxusreise. Kitas, Einrichtungen der Behindertenhilfe und die Jugendhilfe leiden unter massivem Personalmangel, auch ohne Inflation ist das Einkommen zu unattraktiv. 10,5 Prozent mehr Gehalt, aber mindestens 500 Euro mehr sind deshalb mehr als gerechtfertigt.“

Das sieht auch Hilger Uhlenbrock, der Sprecher der Landesfachgruppe, so:

„Kolleg*innen können sich das Leben nicht mehr leisten und sind zum Teil schier gezwungen, mehrere Nebenjobs zu machen. Das geht zulasten der Gesundheit und führt potenziell zu Ausfällen. Ein Teufelskreis. Die Kommunen müssen die wertvolle Arbeit all ihrer Beschäftigten auch über mehr Lohn anerkennen. Ohne uns steht der Laden still.“

Besonderen Wert legen Schnellinger und Uhlenbrock darauf, dass die Entgeltgruppen mit geringerem Einkommen höher bedacht werden. Gerd Schnellinger dazu:

„Alle Gehälter mittels Prozenten zu erhöhen, führt zu einer Unwucht, denn wer mehr hat, bekommt dann deutlich mehr. Die Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln und Energie treffen aber alle gleichermaßen und daher muss gerade an die Entgeltgruppen mit geringerem Einkommen gedacht werden. Das ist für uns Solidarität.“

Kontakt
Hilger Uhlenbrock
Sprecher Landesfachgruppe Sozialpädagogische Berufe
Adresse München
Mobil:  +49 159 04 97 92 02