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CoronaInformationen für Lehrkräfte an staatlichen Schulen

Corona: Was ich als Lehrkraft wissen muss

28.07.2020

Die GEW fordert, dass grundsätzlich alle Beschäftigten, die zu den „Risikogruppen“ gehören, bzw. deren Haushaltsangehörige dazu zählen, nicht in den Einrichtungen arbeiten müssen. Auch Lernende mit Vorerkrankungen müssten geschützt werden.

Wichtige Informationen gibt auch das GEW-Gutachten zum Arbeits- und Gesundheitsschutz!

Wir haben die dringlichsten Fragen beantwortet!

Die Dienstherren sind verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten zu ergreifen. Dazu zählen Hygienemaßnahmen ebenso wie die Anordnung von Telearbeit oder mobiler Arbeit. Welche Maßnahmen konkret geeignet und erforderlich sind, richtet sich nach dem Einzelfall. Personalräte haben sich für die Durchführung der Vorschriften über den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung in der Dienststelle einzusetzen (u.a. § 81 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG)). Schutzvorkehrungen und Hygieneanweisungen sind, weil sie Fragen der Ordnung des Betriebs und des Verhaltens der Beschäftigten berühren, mitbestimmungspflichtig (vgl. u.a. nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 und 15 BPersVG)

BeamtInnen können den Dienstantritt mit Verweis auf eine besondere gesundheitliche Gefährdung nicht verweigern, denn mangels Dienstunfähigkeit gilt weiterhin die Dienstpflicht. Homeoffice muss von der Dienststelle unter Beteiligung der Personalvertretung genehmigt werden. BeamtInnen sind jedoch angehalten, auf Gefahren hinzuweisen sowie schützende Maßnahmen einzufordern.

Neben den Abschlussklassen (27.4.2020) werden die Schulen nun weiter geöffnte. (Aktualisierung vom 06.05.2020)

Das Kultusministerium hat einen Stufenplan vorgestellt. Wir zitieren von KMS 05.05.2020 (siehe Downloads):

1. Starttermin 11. Mai 2020

Zusätzlich zu den Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen kehren ab dem 11. Mai

  • an den Grundschulen die Jahrgangsstufe 4 sowie
  • an den weiterführenden und – soweit möglich – beruflichen Schulen (ohne FOSBOS) auch die Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss anstreben,

in den Präsenzunterricht zurück.

In den „Vorabschlussklassen“ legen wir damit die weitere Basis für die im kommenden Jahr anstehenden Abschlüsse; in der Jahrgangs-stufe 4 der Grundschulen rückt insbesondere die Vorbereitung auf den Probeunterricht in den Fokus.
Der Unterricht erfolgt auch in diesen Klassen in i. d. R. geteilten Gruppen. Die konkrete organisatorische Umsetzung (z. B. täglicher Unterricht mit geteilten Gruppen; gestaffelter Unterrichtsbetrieb im tage- oder wochenweisen Wechsel) wird schulartspezifisch geregelt.


2. Starttermin 18. Mai 2020
Ab dem 18. Mai sollen schrittweise die Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgangsstufen der einzelnen Schularten einbezogen werden, die in aller Regel mehr Betreuung und Begleitung benötigen als ältere Schülerinnen und Schüler.
Zusätzlich zu den o. g. Jahrgangsstufen kehren daher ab dem 18. Mai

  • an den Grundschulen die Jahrgangsstufe 1,
  • an den Mittelschulen die Jahrgangsstufe 5,
  • an den Realschulen und Gymnasien die Jahrgangsstufen 5 und 6,
  • an den Wirtschaftsschulen jeweils die unterste Jahrgangsstufe und
  • an der FOSBOS die Integrationsvorklassen

in den Präsenzunterricht zurück. Die Förderschulen orientieren sich, sofern sie nach dem Lehrplan der allgemeinbildenden Schulen unter-richten, jeweils an diesen Schularten. Abgesehen von den o. g. Ausnahmen sind berufliche Schulen in diesen Schritt nicht einbezogen.

An den Grundschulen ist – je nach den Möglichkeiten vor Ort – bis zum Beginn der Pfingstferien zudem ein pädagogisches Begleit- und Gesprächsangebot für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangs-stufen 2 und 3 vorgesehen, das ggf. auch die Eltern miteinbeziehen kann.
Um eine gleichmäßige Auslastung der Schulgebäude zu erreichen, erfolgt der Unterricht in diesen Jahrgangsstufen gestaffelt in geteilten Lerngruppen, die sich i. d. R. wöchentlich (im Einzelfall vor Ort ggf. auch tageweise) abwechseln („rollierendes System“).


3. Starttermin 15. Juni 2020
Am Montag nach den Pfingstferien schließlich soll – vorbehaltlich einer weiterhin positiven Entwicklung beim Infektionsgeschehen – der Präsenzunterricht auch für alle übrigen Jahrgangsstufen an allen Schularten wieder aufgenommen werden. Ein wochenweise gestaffelter Unterrichtsbetrieb wird auch hier die Regel sein.
Abweichende Starttermine im Bereich der beruflichen Schulen (z. B. FOSBOS sowie Schulen des Gesundheitswesens und des sozial-pflegerischen Bereichs) werden mit gesondertem Schreiben mitgeteilt.
Für die Jahrgangsstufen, die jeweils noch nicht in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind, sowie für die Teilgruppen, die aufgrund des „rollieren-den Systems“ jeweils nicht im Präsenzunterricht beschult werden, setzen wir das „Lernen zuhause“ fort.
Auch die Notbetreuung wird weiter bestehen. Wie schon in den Osterferien soll auch während der Pfingstferien ein entsprechendes Angebot vorgehalten werden.

Quelle: KMS 05.05.2020 Weitere Schritte zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Schulen in Bayern

 

Die einzelnen KMS der unterschiedlichen Schularten finden Sie hier:

Grundschulen

Mittelschulen

Förderschulen

Berufliche Schulen

 

Bei der Gestaltung des Unterrichtsbetriebs ist insbesondere auf Folgendes zu achten:
Es gelten zunächst die bereits bekannten Verhaltensregeln

  • Achten Sie darauf, dass die bereits bekannte Nies- und Hustenetikette eingehalten wird (https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen.html).
  • Informieren Sie die Mitglieder der Schulfamilie und fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Die Verwendung von Flüssigseife ist dafür aus-reichend, eine Verwendung von speziellen Desinfektionsmitteln daher nicht erforderlich.
  • Achten Sie auf einen größtmöglichen Abstand zwischen Personen, mindestens jedoch 1,5 Meter

Die Umsetzung dieser Vorgaben ist vor Ort durch geeignete organisatorische Maßnahmen umzusetzen, wie etwa:

  • Umsetzung der Abstandsvorgaben im Klassenraum
  • Entsprechende Organisation der Aufsicht
  • Kommunikation entsprechender Verhaltensregeln
  • Vermeidung von Durchmischung
  • Information aller beteiligten Schülerinnen und Erziehungsberechtigten
  • Pädagogisches Hinwirken auf die Einhaltung der eben dargestellten Vorgaben zum Infektionsschutz
  • Eine gute und regelmäßige Durchlüftung der Räume und eine regelmäßige Reinigung, insbesondere der Handkontaktflächen (Lichtschalter etc.) ist erforderlich. Den Sachaufwandsträgern sind die Empfehlungen des StMG/LGL zur Kenntnis gebracht worden. Nehmen Sie daher im Bedarfsfall Kontakt mit Ihrem zuständigen Sachaufwandsträger auf.

Das Tragen von Masken ist im Unterricht aus medizinischer Sicht grundsätzlich nicht erforderlich. Nähere Informationen hierzu werden noch gesondert mitgeteilt.

Quelle: KMS vom 21.04.2020

Detaillierte Antworten auf diese Frage sind auf der Homepage des Sozialministeriums zu finden.

Auch in Schulen wird eine Notbetreuung angeboten. Details dazu finden sich in der FAQ des Kultusministeriums.

Weitere Details, insbesondere für angestellte Lehrkräfte finden Sie bei den Allgemeinen Fragen unter „Was tun mit den eigenen Kindern?"

Die Beschäftigten sind nach wie vor im Dienst, müssen also grundsätzlich auch vor Ort tätig werden.

Für Lehrkräfte gilt: Soweit wieder Unterricht vor Ort in der Schule stattfindet, sind sie daher verpflichtet, diesen zu halten bzw. den Unterricht von Kolleginnen und Kollegen zu übernehmen, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Schwangerschaft nicht Dienst vor Ort an der Schule leisten können. Lehrkräfte können wie bisher auch im Rahmen der Notfallbetreuung eingesetzt werden und auch zu der Wiederaufnahme des Unterrichts dienenden Maßnahmen herangezogen werden. Für die Klassen, die noch keinen Unterricht in der Schule haben, stellen die Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern während der Zeit der Schulschließungen weiterhin ein altersangemessenes Lernangebot zur Verfügung, z.B. in digitaler Form.

Bei der Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs muss der Dienstherr im Rahmen seiner Fürsorgepflicht gleichwohl sorgfältig abwägen, auf welche Personen er für einen Einsatz vor Ort an der Schule zurückgreifen kann und welchen Personen er aus gesundheitlichen Gründen einen Einsatz vorwiegend im häuslichen Umfeld ermöglichen sollte.
Ausgehend von den Hinweisen des Robert-Koch-Instituts und der Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales sowie für Gesundheit und Pflege zu den Risikogruppen und den dienstrechtlichen Rahmenvorgaben des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat im Schreiben vom 18.3.2020 Az. P 1400 - 1/94 halten wir einen Einsatz im Unterrichtsbetrieb an der Schule für Beschäftigte, die durch COVID 19 besonders gefährdet erscheinen, unter bestimmten Voraussetzungen für nicht geboten. Hierbei kann es nicht der Selbsteinschätzung der Beschäftigten überlassen bleiben, ob aufgrund etwaiger Vorerkrankungen  oder COVID19-ähnlicher Symptome ein Einsatz an der Schule möglich erscheint, sondern es bedarf einer (fach-)ärztlichen Bewertung.

Angesichts bisheriger Anfragen hinsichtlich der vom RKI in der Auflistung der Risikogruppen erwähnten Altersgruppen ist anzumerken, dass das RKI lediglich feststellt, dass das Risiko einer schweren Erkrankung ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter ansteigt. Eine „automatische“ Befreiung der vorgenannten Altersgruppe von einem Einsatz an der Schule allein aufgrund des Alters erscheint daher nicht geboten, sondern nur, wenn eine Vorerkrankung vorliegt, aufgrund derer die (fach-)ärztliche Bewertung zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Infektion mit dem COVID 19-Virus bei der beschäftigten Person eine besondere individuelle Gefährdungslage entstehen lassen könnte, die einen Einsatz an der Schule als nicht vertretbar erscheinen lässt.

„Soweit sich eine Lehrkraft und sonstiges Schulpersonal im Alter von über 60 Jahren durch das COVID-19-Virus als sehr gefährdet erachtet, erfolgt weiter kein Einsatz im Präsenzunterricht und in der Notfallbetreuung. Die Lehrkraft hat diesen Umstand der Schulleitung durch ein formloses Schreiben mitzuteilen; die Vorlage eines ärztlichen Attestes ist in diesem Fall nicht erforderlich.“ (FAQ des Kultusministeriums am 05.08.2020)

Lehrkräfte, die aus Altersgründen nicht in der Prüfungsvorbereitung an der Schule eingesetzt werden, können aber selbstverständlich für die Korrektur der Prüfungsaufgaben herangezogen werden.

Ausgenommen von der Dienstleistungspflicht vor Ort an der Schule sind Schwangere. Die einschlägige Allgemeinverfügung ist in der FAQ des Kultusministeriums zu finden.

Soweit der Einsatz an der Schule mit Blick auf die aktuelle COVID 19- Pandemie individuell eine besondere Risikosituation darstellt, kann dies einen zwingenden Grund für das Fernbleiben vom Dienst vor Ort an der Schule darstellen, vgl. § 11 Abs. 2 Lehrerdienstordnung (LDO). In einem solchen Fall ist die Lehrkraft lediglich von der Pflicht befreit, zu unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Zwecken an der Schule anwesend zu sein. Sie hat jedoch in enger Absprache mit der Schulleitung, ggf. der Klassenlehrkraft,der Oberstufenbetreuung und den Lehrkräften, die den Unterricht in der Schule übernehmen, Dienst von zuhause aus zu leisten und so die Kolleginnen und Kollegen vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen, z.B. Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien, Konzipierung digitaler Lernangebote, und auch für die Schülerinnen und Schüler via Telefon oder E-Mail erreichbar zu sein. Entsprechendes gilt für Beschäftigte im Verwaltungsbereich. Ein Fernbleiben vom Dienst vor Ort an der Schule setzt die Vorlage einer (fach-)ärztlichen Bescheinigung voraus, aus welcher sich ergibt, dass eine Infektion mit dem COVID 19-Virus bei der beschäftigten Person eine besondere individuelle Gefährdungslage entstehen lassen könnte, die einen
Einsatz an der Schule als nicht vertretbar erscheinen lässt. Die ärztliche Bescheinigung darf einen Zeitraum von maximal 1 Monat umfassen. Anschließend hat der Arzt/die Ärztin eine Neubewertung unter Berücksichtigung der Infektionszahlen in Deutschland vorzunehmen.

Bei der erforderlichen ärztlichen Bewertung ist vor allem zu berücksichtigen, ob beispielsweise

  • eine (chronische) Vorerkrankung, insb. Erkrankungen des Atmungssystems wie chronische Bronchitis, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Erkrankung der Leber und der Niere vorliegt,
  • oder wegen Einnahme von Medikamenten die Immunabwehr unterdrückt wird (wie z.B. durch Cortison),
  • oder eine Schwächung des Immunsystems z.B. durch eine vorangegangene Chemo- oder Strahlentherapie oder
  • eine Schwerbehinderung

bestehen.
Auch wird zu berücksichtigen sein, ob Mehrfacherkrankungen aus den vorstehenden Krankheitsbildern bestehen. Die hiervon betroffenen Lehrkräfte und Beschäftigten werden ausdrücklich gebeten, sich insoweit schnellstmöglich mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen, da ggf. umfangreichere Veränderungen des Personaleinsatzes erforderlich werden.

Mit Blick auf Anfragen zur weiteren Vorgehensweise in den Fällen, in denen im häuslichen Umfeld der staatlichen Beschäftigten Personen leben, die durch eine Infektion mit dem COVID19-Virus einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sein könnten, besteht hiesigen Erachtens kein Handlungsbedarf seitens des Dienstherrn. Vielmehr obliegt es der privaten Lebensführung der staatlichen Beschäftigten auch weiterhin, ausreichenden Schutz für be-sonders gefährdete Dritte zu gewährleisten, also etwa zu Hause für besondere Hygiene- oder Isolationsstandards zu sorgen. Auch sind hier keine COVID19-bedingten Besonderheiten zu erkennen, da die Hygieneschutzmaßnahmen auch bei anderen Krankheitserregern eingehalten werden müssen.

Auf der Homepage des Kultusministeriums steht für diesen Fall: „Wir raten Ihnen, in einem solchen Fall immer Kontakt mit Ihrer Schulleitung aufzunehmen, um Ihre individuelle Situation zu besprechen.“ (Stand 29.04.2020)

Ist die Lehrkraft bzw. der Beschäftigte hingegen arbeits-/dienstunfähig, entfallen die oben genannten Verpflichtungen wie bisher auch.

Quelle: KMS vom 21.04.2020 Personaleinsatz für die sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebes

Die GEW wirkt darauf hin, dass auch Lehrkräfte, die mit Personen aus Risikogruppen im eigenen Haushalt leben, vom Präsenzunterricht ausgenommen werden.

Kultusminister Piazolo hat bei der Pressekonferenz vom 05.05.2020 nochmals bekräftigt, dass Schüler*innen, die mit Risikogruppen im Haushalt leben, freigestellt ist in der Schule präsent zu sein. Die GEW meint: Was für Schülerinnen und Schüler gilt, muss auch für Lehrkräfte gelten.


„Für Beschäftigte, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt (z.B. Leukämie, Diabetes, Lungenerkrankungen), sind aus Fürsorgegründen in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen (z.B. kein Publikumsverkehr, kein Servicezentrum, Telearbeit etc.). Wenn die vom Arzt für notwendig erachteten Maßnahmen nicht umgesetzt werden können, muss der Arzt entscheiden, ob der Beschäftigte noch dienst- bzw. arbeitsfähig ist.“
Ergänzend wird in Bezug auf Lehrkräfte und sonstiges schulisches Personal Folgendes festgehalten:
Für schwerbehinderte Beschäftigte gilt das Gleiche wie für Beschäftigte mit chronischen Erkrankungen: Sofern für den Beschäftigten eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt, empfiehlt es sich in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, die erforderlichen Maßnahmen mit der Schulleitung abzustimmen (z.B. ggf. kein Einsatz im Rahmen der Notfallbetreuung, dafür Übernahme außerunterrichtlicher Tätigkeiten von zu Hause aus, Kommunikation mit Kollegen und Schülern per E-Mail oder Telefon).

Quelle: KMS vom 23.03.2020 und FMS vom 27.05.2020

Die Dienststelle muss über eine Anordnung häuslicher Quarantäne durch das Gesundheitsamtes umgehend informiert werden. Die Anordnung muss dabei nachgewiesen werden. Die Besoldung wird in Erfüllung des Alimentationsprinzips (Art 33. Abs. 5 Grundgesetz) trotz Quarantäne weitergezahlt.

Die Dienststellenleitungen haben zum Schutz aller Beschäftigten i.d.R. angeordnet, dass die Erkrankung von Familienangehörigen oder Kontaktpersonen aus dem privaten Umfeld an CoViD 19 mitgeteilt werden muss. Die Meldung erfolgt dann an die jeweils in der Aufforderung benannte Stelle.

In dem Fall muss Urlaub beantragt und genehmigt werden, da BeamtInnen keinen Rechtsanspruch auf Dienstbefreiung zwecks Betreuung ihrer gesunden Kinder haben. Soweit die Dienststelle Telearbeit/mobile Arbeit ermöglicht, kann auch diese eine Hilfe sein.

 „Soweit neben der Kinderbetreuung eine Arbeitsleistung möglich ist, ist die zu erbringen. Die Schulleitung hat bei der Verteilung der Aufgaben die individuelle familiäre Situation zu berücksichtigen. Lehrkräfte und sonstiges Personal, die keine anderweitige Kinderbetreuung sicherstellen können (z.B, Betreuung der Kinder durch den Ehegatten; nicht erforderlich ist es, dass Personen über 60 Jahren um Übernahme der Betreuung gebeten werden), sind von der Anwesenheitspflicht an der Schule befreit, d.h. sie sollen u.a. nicht zur Notfallbetreuung herangezogen werden und brauchen nicht an sonstigen dienstlichen Veranstaltungen an der Schule, wie z.B. Konferenzen teilnehmen. (...) Lehrkräfte und sonstiges Personal dürfen ihre Kinder nicht in die Schule mitbringen. Nur in besonderen Ausnahmefällen, wenn andernfalls der Dienstbetrieb nicht sichergestellt werden kann, dürfen Kinder vereinzelt und vorübergehend mitgebracht werden. “ (KMS vom 23.03.2020)

Das entsprechende KMS vom 30.03.2020 besagt dazu folgendes:

Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare, die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter und die Fachlehreranwärterinnen und Fachlehreranwärter (nachfolgend: Lehramtsanwärter) erhalten gemäß Art. 79 des Bayerischen Besoldungsgesetzes (BayBesG) in Verbindung mit der Verordnung über eine Unterrichtsvergütung (Unterrichtsvergütungsverordnung – UntVergV) eine Vergütung, sofern sie über zehn Wochenstunden hinaus eigenverantwortlichen Unterricht erteilen (vgl. § 4 Abs. 1 UntVergV).

Die Abrechnung der Stunden geschieht dabei monatsweise über das Landesamt für Finanzen und deckt die tatsächlich gehaltenen Stunden ab. Mit der Allgemeinverfügung (Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 13. März 2020) wurde der Unterrichtsbetrieb an den Schulen bis einschließlich der Osterferien eingestellt.

Mit Schreiben des Kultusministeriums vom 11. März 2020, versandt am 13. März 2020, an alle Schulen und Schulaufsichtsbehörden wurde dazu ausgeführt, dass sich die Lehrkräfte auch während der Schulschließung weiterhin im Dienst befinden. Dieser umfasst gemäß § 9b LDO neben dem planmäßigen Unterricht und den damit in Zusammenhang stehenden dienstlichen Verpflichtungen auch außerunterrichtliche Aufgaben, die im o.g. KMS beispielhaft aufgezählt wurden.

In Abstimmung mit dem Staatsministerium der Finanzen und für Heimat können die Lehramtsanwärter auch für die in der derzeitigen Situation er-brachten Leistungen, insbesondere das Vorbereiten und Verteilen von Unterrichtsmaterialien über digitale Wege sowie die aktive Betreuung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern über Fernkommunikationswege eine Unterrichtsvergütung erhalten. Dafür sind die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten maßgebend. Eine pauschale Vergütung der Planstunden ist nicht möglich. Die Obergrenze nach den jeweils einschlägigen Vorschriften, von denen zehn Wochenstunden durch die Anwärterbezüge abgegolten sind, ist weiterhin bindend.

Wir bitten Sie daher, die Lehramtsanwärter zu unterrichten, dass die von ihnen derzeit ausgeübte Tätigkeit über die Unterrichtsvergütungsverordnung abgerechnet werden kann. Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist, dass sie tatsächlich entsprechende Aufgaben wahrnehmen.

Für die Abrechnung ist es dabei erforderlich, dass die von den Lehramtsanwärtern aufgrund der Sondersituation der Schulschließung derzeit wahrzunehmenden Tätigkeiten in der – für die Abrechnung bei selbständiger Durchführung einer sonstigen schulischen Veranstaltung – auszufüllenden ergänzenden Anlage zum entsprechenden Abrechnungsformular in einer vereinfachten und pauschalen Aufzählung dargestellt werden. Die Schulleitungen werden gebeten, die von den Lehramtsanwärtern vorgenommene Aufstellung - unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten - wie bisher sachgerecht zu prüfen, zu unterzeichnen und an das Landesamt für Finanzen weiterzuleiten (vgl. § 6 Abs. 2 der Unterrichtsvergütungsverordnung). Das Staatsministerium der Finanzen und für Heimat hat das für die Abrechnung zuständige Landesamt für Finanzen bereits entsprechend unterrichtet.

Die Prüfungslehrproben nach der LPO II werden ersetzt durch ein Prüfungsgespräch über einen schriftlich ausgearbeiteten Stundenentwurf.

Der Entwurf sei einen Tag vor der Prüfung abzugeben.

Die Prüfungen sollen ab dem 4. Mai stattfinden.

Die Prüfung finde in den üblichen (Fach-) Unterrichtsräumen statt.

Die Prüfungskommission bleibe gleich.

Eine entsprechende Prüfungsverordnung ist auf dem Weg. Ein KMS kommt, so schnell es gehe. Wir informieren wieder

Quelle: www.dgb.de 

Auch diese Seite wird fortlaufend überarbeitet.

 

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