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KiTa

Brandbrief aus den Kindertagesstätten

Die Hütte brennt!

Die Situation an Kindertagesstätten ist vielerorts untragbar geworden. In einem offenen Brief aus Kitzingen machen KiTa-Leitungen und -Mitarbeitende aus dem ganzen Landkreis ihrem Ärger Luft. Sie alle unterzeichneten den Brandbrief des Kitzinger KiTa-Leiters Michael Schindler.

Wir von der GEW haben mitunterzeichnet und unterstützen Mitarbeitende in ihren Auseinandersetzungen um angemessene und faire Arbeitsbedingungen!

Und das sind ihre Forderungen:

  1. Die zu hohen Stellenschlüssel anpassen: Belastung des Personals verringern, zum Wohl der Kinder.
  2. Den bürokratischen Mehraufwand durch die Corona-Pandemie auf ein zu bewältigendes Maß reduzieren: Schutz vor Corona für alle und nicht zu Lasten der Kinder, Mitarbeitenden und den Familien.
  3. Den Erzieher*innenberuf wertschätzen und attraktiver gestalten: Applaus reicht nicht! Faire tarifliche Vergütung und bessere Rahmenbedingungen für Azubis und Quereinsteiger*innen müssen her.
  4. Mehr Unterstützung bei der Inklusion und Förderung: Kinder dürfen nicht von Beginn an an den Rand der Gesellschaft gestellt werden. Und Inklusion darf kein individueller Kraftakt in den Einrichtungen sein.
  5. Finanzmittel im sozialen Bereich erhöhen: Den Kommunen und Städten Mittel zur Verfügung stellen, um Personal anzustellen und langfristig zu halten, Einrichtungen besser auszustatten und frühkindliche Bildung zu fördern

Es wird deutlich, wie belastend und akut die Situation für die Mitarbeitenden in den KiTas ist. Die Einrichtungen stemmen mit ihrem engagierten Personal eine globale Pandemie, Flüchtlingskrisen, Familienkrisen und ihre Folgen – sie sind Erzieher*innen, Ansprechpartner*innen, Vertraute, Sprachförder*innen, Kinderschützer*innen und so viel mehr.

Die GEW schließt sich Michael Schindler in seinem Appell an:

„Wenn Kinder nicht das wichtigste Gut unserer Welt sind, dann lohnt es sich nicht mehr Frühs aufzustehen und den Tag zu beginnen. Denn ohne Kinder gibt es keine Zukunft mehr.

So appelliere ich und meine Mitunterzeichner/innen für eine starke Veränderung der sozialen Branche und den sozialen Berufen.“

 

Der Brief richtet sich an den Oberbürgermeister von Kitzingen, die Kitzinger Landrätin und das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Lesen Sie den kompletten Brief hier:

Kontakt
Jörg Nellen
GEW Unterfranken
Privat: 0049 931 29194129

komm. Geschäftsführer des Bezirksverbandes Unterfranken der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft