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Themenschwerpunkt: Brückenklassen - Wo drückt uns der Schuh?

Offenes Treffen der GEW im Café International

Nirgends ist es leichter, mit uns in Kontakt zu treten. Jeden 2. Donnerstag im Monat. Nächster Termin: 8. Dezember 2022, 18:30 bis 20 Uhr.

Bildquelle: Marco Verch | ccnull.de | CC-BY 2.0

Unser Kreisverband lädt alle Interessierten – Mitglieder oder Nichtmitglieder – einmal im Monat zu einem „Offenen Treffen“ im Café International (Orbankai 3) in Landshut ein.

Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 8. Dezember 2022 in der Zeit von 18:30 bis 20:00 Uhr statt.

Dieses Mal stehen die Besonderheiten und Probleme der Beschulung ukrainischer Kinder und Jugendlicher in den sogenannten Brückenklassen im Mittelpunkt.

Im Gegensatz zu den Jahren 2015/16 und folgenden, in denen die schulische Integration der vielen Flüchtlingskindern aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak fast ausschließlich von den Grund- und Mittelschulen geleistet wurde, werden die ukrainischen Schülerinnen und Schüler nun gleichmäßig zwischen den weiterführenden Schularten aufgeteilt. Dies stellt nach Aussagen betroffener Lehrkräfte an den Gymnasien, Real- und Wirtschaftsschulen eine ungewohnte Herausforderung dar, da die Schülerschaft nicht nur leistungsmäßig sehr heterogen ist, sondern auch in ihrem Sozialverhalten nicht immer den sonst an diesen Schularten üblichen Erwartungen entspricht. Erschwerend kommt hinzu, dass bisher etablierte Disziplinierungsmaßnahmen wie Notendruck oder Schulverweis keine Option darstellen und sich die Kolleginnen und Kollegen daher bei Unterrichtsstörungen manchmal hilflos fühlen. Aber auch an den Mittelschulen gibt es viele Probleme. Dringend benötigte Brückenklassen werden mancherorts erst gar nicht gebildet, weil es an Lehrer*innenstunden und Personal fehlt – mit der Folge, dass die ukrainischen Schüler*innen in den Regelklassen irgendwie „mitlaufen“...

Das offene GEW-Treffen „Brückenklassen – Wo drückt uns der Schuh?“ gilt in erster Linie dem Austausch, dem Zuhören und gegenseitigen Berichten, wie es anderswo läuft. Vielleicht ergeben sich dadurch neue Ideen und Kontakte, die im Alltag weiterhelfen können. Denn eines ist klar: Die Integration ist für alle eine riesige Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können.

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.