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Inklusion und nun?

Schule, Arbeit und Gesellschaft: Inklusion gescheitert

Wer die Behindertenrechtskonvention der UN liest wird feststellen, dass Inklusion darin gar nicht und im Bundesteilhabegesetz (SGB IX) lediglich sehr spärlich vorkommt: In § 175 BTHG geht es um Leistungen zur Teilhabe an Bildung und in § 166 um „Inklusionsvereinbarungen" für Menschen mit Schwerbehinderungen in Betrieben.

Was die Wirklichkeit betrifft, stellen Expert*innen der Behindertenbewegung fest: Statt dem Aufbau eines inklusiven Schulsystems hat sich das Förderschulsystem verfestigt; die Zahl der beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderung liegt bei ca. 1,11 Millionen (Bundesagentur für Arbeit – April 2022) und hat sich gegenüber 2015 nur leicht verändert.

Die Frage ist, ob und wie Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die am „normalen“ Leben behindert werden, ob Schüler*innen, Lohnabhängige oder Grundsicherungsempfänger*innen, an einer Gesellschaft „teilhaben“ können bzw. „integriert“ werden sollen, wenn diese Gesellschaft so verfasst ist, dass Konkurrenz, Selektion und „Leistungsträgerschaft“ Grundbausteine eines „normalen“ Lebens sind.

Klaus Weber, GEW-Kollege und Professor für Psychologie und Beratung an der Hochschule München / Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, stellt in seinem Vortrag sich selbst und den Kolleg*innen Fragen, auf die er keine Antworten weiß – über die er jedoch am liebsten mit Gewerkschafter*innen diskutiert.

Anmeldung über FIBS möglich: A025-41/22/318281

Termin
20.10.2022, 19:00 - 21:00 Uhr
Veranstaltungsort
Gewerkschaftshaus Nürnberg
Kornmarkt 5-7
90402 Nürnberg