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PM 31 vom 12.11.2018: “Equal Pay Day” 14. November: Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert A 13 als Einstiegsgehalt auch für die Lehrer*innen an Grund- und Mittelschulen

Der 14. November markiert in diesem Jahr den „Equal Pay Day“ der Grund- und Mittelschullehrer*innen: Gemessen an der Besoldung in A 13 bei den Gymnasiallehrer*innen, Realschullehrer*innen, Berufsschullehrer*innen und Sonderpädagog*innen arbeiten sie von diesem Tag an bis zum Ende des Kalenderjahres unentgeltlich.

12.11.2018

Die Forderung, Lehrkräfte aller Schularten gleich zu bezahlen, findet gerade bundesweit großen Zuspruch. Die Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin und Sachsen haben bereits deutliche Schritte zu A13/E13 als Eingangsbesoldung für voll ausgebildete Lehrer*innen an Grund- und Mittelschulen beschlossen oder diese schon umgesetzt.  

Die GEW fordert bundesweit eine Anhebung der Eingangsbesoldung für alle Lehrämter auf A 13 beziehungsweise für Tarifbeschäftigte auf E 13. Trotz gleichwertiger Arbeit erhalten Grund- und Mittelschullehrkräfte in Bayern weniger Gehalt als die Lehrer*innen in den anderen Schularten. Während diese im Regelfall nach den Entgeltgruppen A 13 (E 13) entlohnt werden, ist im Grund- und Mittelschulbereich trotz einer höheren Anzahl von Pflichtstunden die Besoldung nach A 12 (E 11) Standard. Die Arbeit als Grund- und Mittelschullehrer*in muss attraktiver gestaltet werden, gerade auch angesichts des Lehrer*innenmangel in diesen Schularten.
„Es kann nicht sein, dass die Kolleginnen an den Grund- und Mittelschulen eine höhere Zahl an Unterrichtsstunden leisten müssen und auch noch weniger bezahlt bekommen. Wir fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit!", so Martina Borgendale, stellvertretende Vorsitzende der GEW Bayern.

Ein Gutachten der GEW zur Besoldung von Grundschullehrkräften belegt insbesondere im von Frauen dominierten Grundschulbereich eine mittelbare Geschlechtsdiskriminierung. Es gibt noch immer eine Geringschätzung von vermeintlich „natürlicher“, „weiblicher“ Tätigkeit mit Kindern und eine Geringschätzung der Pädagogik gegenüber der Fachlichkeit. Beides muss überwunden werden: „Auch an Bayerns Grundschulen gilt leider immer noch, dass „typische“ Frauenberufe im Schnitt schlechter bezahlt werden. Dabei werden doch gerade im Grundschulbereich entscheidende Grundsteine für den schulischen Erfolg von Kindern gelegt“, sagt Kathrin Frieser, Mitglied im Landesvorstand der GEW und selbst Grundschullehrerin.

Die GEW fordert zudem eine Anhebung der Einstiegsgehälter von Fach- und Förderlehrer*innen.

Der künftige stellvertretende Ministerpräsident Aiwanger hat vor der Wahl die Eingangsbesoldung A 13 auch für Grund- und Mittelschullehrkräfte gefordert. Die GEW stellt fest, dass die Umsetzung der Forderung nicht im Koalitionsvertrag enthalten ist. Hier stehen die Freien Wähler im Wort, zumal sie ab jetzt auch den Kultusminister stellen.
Die GEW Bayern hat auf Ihrer Themenseite www.gew-bayern.de/ja13 zahlreiche Informationen, wie auch Flugblätter und Postkarten bereitgestellt.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an: Frau Kathrin Frieser, Tel. 0175 / 61 84 98 1 oder an Frau Martina Borgendale, Tel. 0151 / 12 43 00 97 oder an Herrn Bernhard Baudler, Tel. 089 / 54 40 81-21, Mail bernhard.baudler@gew-bayern.de

V.i.S.d.P: Anton Salzbrunn, Vorsitzender GEW Bayern, anton.salzbrunn@gew.bayern, Tel. 089 / 54 40 81 -  17

 

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