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A13/E13 jetzt!GEW fordert A13 als Eingangsbesoldung in allen Lehrämtern

Die GEW Bayern erinnert an den Equal Pay Day der Grund- und Mittelschullehrer*innen und startet eine Aktion mit Aufklebern und Plakaten an den betroffenen Schularten.

18.11.2020

Im November findet wieder der Aktionszeitraum „JA 13 – weil Grund- und Mittelschullehrer*innen es verdienen“ der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft statt. Der 14.11. markiert den Equal Pay Day der Grund- und Mittelschullehrer*innen. Gemessen an der Bezahlung in A 13 / E 13 anderer Lehrämter arbeiten sie nämlich ab diesem Datum bis zum Ende des Kalenderjahres unentgeltlich.

Dieses Jahr hat die Bildungsgewerkschaft Aufkleber und Plakate entworfen, die auf die wichtige pädagogische Arbeit der Kolleg*innen an den Grund- und Mittelschulen hinweisen. Sie legen den Grundstein für eine gute Schulausbildung und auch für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Darauf sollen Slogans wie „Fit werden für Leben und Beruf – wir haben ein MITTEL:SCHULE" oder „Wenn aus kleinen Kindern kluge Große werden hat das seinen GRUND:SCHULE" aufmerksam machen.

Kathrin Frieser, Mitglied des Landesvorstandes und Grundschullehrerin in München, sagt dazu: „Gerade jetzt leisten die Kolleg*innen an den Grund- und Mittelschulen eine Menge! Sie waren mit die ersten, die wieder in die Klassenzimmer zurückgekehrt sind, um den Schüler*innen Lernen in der gewohnten Umgebung und den Eltern ein ungestörtes Nachgehen ihrer Berufstätigkeit zu ermöglichen.“

Und dies, obwohl an den Grund- und Mittelschulen schon seit Jahren extreme Personalknappheit herrscht und immer noch mehr Arbeitsleistung von den Lehrkräften gefordert wird! Seit diesem Jahr sind für die Grund- und Mittelschullehrkräfte die der Gesundheit förderlichen Arbeitszeitregelungen wie Teilzeit, Antragsruhestand oder das Sabbatjahr eingeschränkt oder komplett eingestampft. So wurde es den Grund- und Mittelschullehrer*innen schon vor Corona verwehrt mit ihren Kräften haushalten zu können.

In sieben Bundesländern ist die Bezahlung in A13 bereits umgesetzt oder vereinbart. Wir wollen, dass Bayern nachzieht, denn auch hier gilt die alte gewerkschaftliche Forderung: „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“. „Zudem würde eine einheitliche Eingangsbesoldung für alle Lehrämter, so wie es in den meisten Ländern weltweit üblich ist, die Lehrämter Grund- und Mittelschule deutlich aufwerten und attraktiver machen für Studierende. Ein gewichtiges Argument in Zeiten des Lehrkräftemangels“ bekräftigt Martina Borgendale, stellvertretende Vorsitzende der GEW Bayern.