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GewerkschaftstagGEW berät auf Landesvertreter*innenversammlung zur aktuellen Bildungspolitik

Am 7. und 8. Oktober treffen sich rund 160 Delegierte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aus ganz Bayern zum ersten Mal seit Beginn der Coronapandemie wieder in einer Präsenzversammlung in der Stadthalle in Fürth.

05.10.2021

Das Motto der Landesvertreter*innenversammlung 2021 lautet: „Zukunft braucht gute Bildung!“ Auf diesem Gewerkschaftstag werden die Weichen für die gewerkschaftliche Arbeit und die inhaltlichen Positionen zur Bildungspolitik in den nächsten Jahren gestellt.

Nachdem im Dezember 2021 der neue Vorstand im Rahmen einer digitalen Versammlung gewählt wurde, kann nun die Beratung von mehr als 50 Anträgen nachgeholt werden. Dabei handelt es sich um Anliegen aus den Bereichen Schule, Sozialpädagogische Berufe, Hochschule und Forschung sowie Erwachsenenbildung. Diskutiert wird z. B. über die Lehrer*innen- und Erzieher*innenbildung, den Umgang mit dem Lehrer*innen- und Fachkräftemangel, Digitalisierung und Tarifpolitik in der Bildung, sowie die Arbeitszeit der Kolleg*innen. Zudem stehen sieben Workshops, z. B. zu Ganztag, Kinderrechten oder Beruflicher Bildung, auf dem Programm, in denen die Delegierten an wichtigen Themen der GEW arbeiten.

Dr. Verena Di Pasquale, kommissarische Vorsitzende des DGB Bayern, und Markus Braun, 2. Bürgermeister der Stadt Fürth und selbst Pädagoge, werden für Grußworte erwartet.

Zusätzlich findet während der Landesvertreter*innenversammlung, passend zum Auftakt der Tarifverhandlungen mit den Ländern, eine Kundgebung am Donnerstag um 12:30 Uhr auf dem Grünen Markt in Fürth statt. Damit macht die Bildungsgewerkschaft deutlich: Klatschen und schöne Worte reichen nicht, vielmehr ist bei einer aktuellen Inflationsrate von 4,1 Prozent ein deutliches Lohnplus notwendig. Die GEW sitzt mit am Verhandlungstisch und vertritt hier u. a. die Beschäftigten an Schulen, Hochschulen und Fördereinrichtungen. Besonders wichtig ist der GEW das Ende des tariflosen Zustands bei den studentischen Beschäftigten. „Es kann nicht angehen, dass alle Angestellten an den Hochschulen nach Tarif bezahlt werden, nur nicht die Studierenden – und das bei einem staatlichen Arbeitgeber“, so Anton Salzbrunn, Tarifexperte der GEW Bayern.

Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern, freut sich: „Es ist schön und wichtig, dass sich unsere Delegierten wieder in Präsenz treffen können, natürlich unter Einhaltung der 3-G-Regel. Dies wird uns neue Impulse geben und den nötigen Schwung, um die Herausforderungen dieser schwierigen Zeit für alle Beschäftigten im Bildungsbereich bewältigen zu können.“