GEW Bayern
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SchutzmaßnahmenGEW Bayern richtet offenen Brief an die Staatsregierung

Die Gewerkschaft fordert darin, den Schutz für Beschäftigte, Kinder und Eltern dringend zu verbessern.

09.11.2021

Mit einem offenen Brief wendet sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft an Ministerpräsident Söder und Familienministerin Trautner. Sie fordert ein Gesetz für die Anschaffung von Luftfiltern in Kitas und verbindliche PCR-Pool-Tests für Beschäftigte und Kinder in den Einrichtungen.

Martina Borgendale, Landesvorsitzende der GEW Bayern und ihr Stellvertreter Gerd Schnellinger schreiben an Söder und Trautner: „Erkennbar verfolgen Sie mit ihrem Vorgehen eine Politik des geringsten Widerstandes und geizen auch nicht mit Gesten in die richtige Richtung, aber Gesten beeindrucken das Virus leider nicht.“

Im Brief geht die Gewerkschaft darauf ein, dass Kommunen mit der Förderrichtlinie für die Anschaffung von Luftfiltern oft überfordert gewesen seien und ein Gesetz besser gewesen wäre. Sie bemängeln, dass Festinstallationen nicht gefördert wurden. Die derzeit stark steigenden Inzidenzen führt die GEW auf die mangelnde Verantwortungsübernahmen der Staatsregierung zurück. „Die ‚Augen zu und durch‘-Methode der bayerischen Staatsregierung hat angesichts von Inzidenzzahlen von fast 600 ausgedient“, kritisieren Borgendale und Schnellinger.

Verpflichtende PCR-Pool-Tests für alle Kinder und Beschäftigten in den Einrichtungen hält die Gewerkschaft für dringend geboten. Den Grund für die derzeitig geringe Inanspruchnahme der freiwilligen Tests sieht die Bildungsgewerkschaft in der mangelnden finanziellen Unterstützung von Eltern: „Angesichts der Tatsache, dass Verdienstausfälle viel zu wenig bzw. gar nicht aufgefangen werden, ist doch klar, dass die Akzeptanz freiwilliger Tests gering ist. Zu einer sinnvollen Teststrategie gehört auch, dass bei positiven Tests Eltern ihre Kinder unbesorgt zu Hause versorgen können und die Arbeitgeber*innen hier großzügig freistellen müssen“, führen Borgendale und Schnellinger aus.