GEW Bayern
Du bist hier:

Online-Fachtag: Bildung in der digitalen Welt

Übersicht zum Tagungsprogramm

Wir freuen uns, dass Sie sich für den Online-Fachtag der GEW-Bayern „Bildung in der digitalen Welt“ interessieren. Neben dem Hauptvortrag des Medienpädagogen Dr. Fred Schell stehen Ihnen 13 Workshops zu unterschiedlichen Themen zur Auswahl.

Abschließend wollen wir noch einmal gemeinsam diskutieren, welche Konsequenzen sich aus all diesen Fragen für das gewerkschaftliche Handeln der GEW-Bayern ergeben. Auf dieser Seite finden Sie eine Programmübersicht und detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Workshops. Die Anmeldemodalitäten finden Sie am Ende.

Programm des Online-Fachtages

Uhrzeit

Tagesordnungspunkt

13.30 – 14.00

Begrüßung

14.00 – 15.00

Hauptvortrag

15.00 – 15.30

Pause

15.30 – 16.30

Workshops

16.30 – 16.45

Pause

16.45 – 17.30

Abschlussdiskussion

13.30 – 14.00 Uhr: Begrüßung durch Martina Borgendale (Landesvorsitzende der GEW Bayern) und MdL Max Deisenhofer (Bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von B´90/Die Grünen in Bayern)

14.00 – 15.00 Uhr: Hauptvortrag

Welche Bildung erfordert die digitale Transformation (Dr. Fred Schell)

15.30 – 16.30 Uhr: Workshops

Workshops

Onlinekommunikation prägt unser aller Alltag – insbesondere den junger Menschen. Im Workshop wollen wir gemeinsam verstehen, wo Onlinekommunikation gewaltvoll wird und vor allem von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Hass geprägt ist. Wir betrachten das Phänomen Hatespeech, aber auch Strategien und Möglichkeiten damit umzugehen und einander zu empowern!

Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf. Um dem bloßen Konsum von Medien entgegenzuwirken, ist es schon in frühen Jahren möglich, Kinder in ihren Kompetenzen zu fördern und ihnen spielerisch eine Auseinandersetzung mit Medien zu ermöglichen. 

Der Workshop behandelt das Thema „Entgrenzung von Arbeits- und Privatleben in Zeiten der Digitalisierung“. Corona wirkt auch hier als Brennglas und verstärkt das Gefühl, keine Grenzen mehr wahrnehmen zu können. Im Zentrum steht die Frage: Was können Lehrkräfte und Personalräte dagegen tun?

Die Digitalisierung an Schulen ruft neue Aufgaben für die Personalvertretung auf den Plan. Nach Art. 75 BayPVG und der Rahmendienstvereinbarung von KM und HPR gilt es z.B. Dienstvereinbarungen zu digitalen Hilfsmitteln zu formulieren. In diesem Workshop sollen verschiedene Beispiele für mitbestimmungspflichtige Verfahren vorgestellt und Raum für Erfahrungsaustausch geschaffen werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf dem Spannungsfeld zwischen Erleichterung und Entgrenzung der Arbeit liegen. 

In diesem Online-Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit geht es darum, wie sich unsere Schülerinnen und Schüler in sozialen Netzwerken bewegen. Die Themen sind: Grundlageninformationen zu sozialen Netzwerken, Datenschutz, Schattenseiten (Cybermobbing, Fake News), Recht, wie können wir Netzwerke gewinnbringend nutzen?

Die Corona-Pandemie hat Schulen gezwungen, Unterricht im Hauruckverfahren zu digitalisieren. Im Fokus standen die Beschaffung von Geräten und das Aufsetzen funktionierender Plattformen für den Videounterricht. Diese wenig systematischen Prozesse gilt es wieder einzufangen und in strukturierte Verfahren der Schulentwicklung zu überführen. Dafür braucht es Partizipation, kritische Diskussion und ein gemeinsames Vorgehen. Der Workshop möchte aufzeigen, dass die Digitalisierung in Schule und Unterricht alle etwas angeht und als sinnvolle Transformation nur dann gelingen kann, wenn diese Herausforderung kollegial angegangen wird.

Der Kampf um die Köpfe der Kinder nimmt immer mehr an Fahrt auf. Die Schule ist dabei für Werber und Lobbyisten der Ort, an dem sie ihre Zielgruppe direkt und „ohne Streuverluste“ erreichen können und wollen. Lehrkräften kommt dabei eine wichtige Rolle zu - doch werden sie inzwischen immer mehr selber zu Adressaten der Lobbyisten. Im Workshop werden Grundlagen zum Themenkomplex „Lobbyismus in Schule“, verschiedene Strategien mit Schwerpunkt auf die Digitalisierung in Schulen als auch konkrete Beispiele aufgezeigt, die Lehrer*innen dabei zunehmend begegnen. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie damit umzugehen ist.

„Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“ ist der Titel des Gutachtens für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, das im Januar 2021 von der Sachverständigenkommission an Bundesgleichstellungsministerin Franziska Giffey übergeben wurde. Prof. Dr. Miriam Beblo gibt Einblick in die Arbeit der Sachverständigenkommission und in die verschiedenen aus Geschlechterperspektive beleuchteten Bereiche der Digitalisierung. 

Vor einem Jahr betraten Lehrkräfte im Bereich Distanzunterricht Neuland. Videokonferenzgestützter Unterricht – wie kann das eigentlich funktionieren? Anhand einer durchgeführten Unterrichtseinheit aus dem Sachunterricht erhalten Interessierte Einblicke in verschiedene Tools (Padlet, Flinga, Learning Apps etc.) und deren Einsatzmöglichkeiten. Durchgeführt in einer Förderschulklasse Bereich geistige Entwicklung, geeignet auch für Grundschule.

Digitale Tools für den Schulunterricht sind inzwischen in aller Munde. Doch welche lassen sich auch in der Grundschule sinnvoll einsetzen? Wie kann ich ohne großen Aufwand alle Grundschüler aktivieren? Quiz-Tools sind hier eine motivierende, leicht umsetzbare Möglichkeit. In diesem Workshop probieren wir verschiedene Quiz-Tools aus und diskutieren über Chancen und Hindernisse!

Die Corona-Pandemie hat deutliche Lücken in der Digitalisierung der Schulen aufgezeigt, die Ursachen für diese Mängel sind jedoch bereits Jahre zuvor zu suchen. Jetzt nur mit Fortbildungen nachzubessern reicht nicht aus, digitale Kompetenzen müssen von der ersten Sekunde des Lehramtsstudiums an vermittelt werden. In diesem Workshop arbeiten Lehrkräfte und Studierende ihre eigene Ausbildung gemeinsam auf, suchen Defizite und überlegen, was in Zukunft anders gemacht werden muss. Zu Beginn werden wichtige Grundlagen thematisiert, danach explizite Probleme und Lösungen gebrainstormed.

Der Achte Altersbericht der Bundesregierung wurde letztes Jahr veröffentlicht und ist dem Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ gewidmet. Auch der Bundesausschuss der Senior*innen der GEW befasst sich in einem Antrag zum Gewerkschaftstag 2021 mit der „Souveränität älterer Menschen in der digitalen Welt“. Für die älteren Mitglieder finden sich digitale Angebote im Bildungsprogramm der GEW. Es besteht die Möglichkeit, sich über den Umgang mit der digitalen Welt im Alter auszutauschen.

Digitale Angebote innerhalb der Jugendarbeit gewinnen nicht nur durch die Corona-Pandemie an Bedeutung. Im Workshop gehen wir der Frage nach, welchen Mehrwert digitale Jugendarbeit mit sich bringt und wie sich entsprechende Angebote mit einfachen Mitteln umsetzen lassen und so einen leichten Zugang zur Lebenswelt junger Menschen bieten.

16.45 – 17.30 Uhr: Podiumsdiskussion – Konsequenzen für das gewerkschaftliche Handeln der GEW

Die Digitalisierung verändert alle Bereiche unserer Gesellschaft. Neben positiven Effekten gibt es viele Probleme und fragwürdige Entwicklungen. Aus GEWerkschaftlicher Sicht gilt es, die Digitalisierung kritisch zu begleiten und aktiv zu beeinflussen. Von allen Institutionen, von der KiTa bis zur Erwachsenenbildung, wird erwartet, dass sie die Menschen fit machen für die digitale Welt. Doch welche Bildung ist damit gemeint und welche ist aus GEWerkschaftlicher Sicht notwendig? Wie können wir auf die Gestaltung von Lern- und Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich Einfluss nehmen? Es diskutieren Martina Borgendale (Landesvorsitzende der GEW Bayern), Joscha Falck (Digitalisierungsexperte der GEW Bayern) und Martina Schmerr (Koordinatorin des GEW-Bundesforum zur Bildung in der digitalen Welt). Moderation: Claudia Wirts

Anmeldung

Wenn Sie am Online-Fachtag teilnehmen wollen, genügt eine formlose Mail an die folgende Adresse:

fachtag-digitalisierung(at)gew(dot)bayern

Bitte geben Sie an, an welchem Workshop Sie vorrangig teilnehmen möchten. Nennen Sie alternativ zwei weitere mögliche Workshops, damit wir ggf. überfüllte Workshops entlasten können. Bayerische Lehrkräfte können sich auch über das staatliche Fortbildungsverzeichnis FIBS anmelden. Eine weitere Mail ist in diesem Fall nicht mehr nötig.

Die Zugangsdaten zum virtuellen Raum erhalten Sie per Mail ca. eine Woche vor der Veranstaltung. Anmeldeschluss ist der 18.04.2021