GEW Bayern
Du bist hier:

Gerd Schnellinger

Bewerbung als stellvertretender Vorsitzender

 

Mein Name ist Gerd Schnellinger, ich bin 59 Jahre alt, verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Nach einer Ausbildung als Elektriker bei der damaligen Bundesbahn und diversen Tätigkeiten kam ich durch meinen Zivildienst mit der sozialpädagogischen Arbeit in Berührung. Seit 1984 arbeite ich in einer großen Einrichtung der Behindertenhilfe im Nürnberger Land. Hier speziell mit erwachsenen Persönlichkeiten, welche Unterstützungsbedarf benötigen. Diese Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen als Gruppenleiter macht mir sehr viel Freude. Vor 29 Jahren wurde ich erstmals in den Betriebsrat gewählt. In den vielen Jahren immer wieder mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aufgaben. Von 1992 bis 2012 war ich freigestellter Betriebsratsvorsitzender. Aktuell bin ich Mitglied in einem elfköpfigen Betriebsrat und stellvertretende Vertretung der schwerbehinderten Mitarbeiter im Betrieb.

1992 bin ich erstmals in die GEW eingetreten und war von 1998-2006 Mitglied in der Gewerkschaft ÖTV/ver.di.
2006 bin ich in die GEW zurückgekehrt und habe hier meine gewerkschaftliche Heimat gefunden.

Seit fünf Jahren arbeite ich in der Landestarifkommission der GEW Bayern aktiv mit. Seit 2016 bin ich in der Bundestarifkommission (Kommunen) tätig. Zusammen mit Hilger Uhlenbrock leite ich zurzeit die Landesfachgruppe Sozialpädagogische Berufe. Im Bundesarbeitskreis der GEW Arbeits- und Gesundheitsschutz bringe ich die Themen unserer Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ein. Ich stehe in erster Linie für eine bessere Fachkraftquote und flexiblere Arbeitszeitgestaltung.

Vor drei Jahren wurde ich erstmals in das Gremium unseres Landesvorstandes gewählt. Dabei habe ich die Positionen unserer Landesfachgruppe und der Tarifpolitik im Sozial- und Erziehungsdienst vertreten. Primär wichtig ist mir eine sachgrundorientierte Arbeit in diesem Gremium. Mir ist bewusst, dass wir in den nächsten Jahren vor vielen politischen und strukturellen neuen Situationen stehen werden. Diese sehe ich nicht als einen Berg von Problemen, sondern als Herausforderung, diesen gemeinsam als Gewerkschaft zu bewältigen. Dafür stehe ich!

Nun kandidiere ich als stellvertretender Vorsitzender der GEW Bayern beziehungsweise für den Landesvorstand, um meine vielfältigen Erfahrungen, aber auch teilweise unkonventionellen Vorschläge auf Vorstands- oder Landesebene einzubringen. Ich sehe meine Hauptaufgaben vor allem in der Mitarbeit zu Verbesserungen im TVöD, hier speziell im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes. Im Detail trete ich aktuell für die Mitnahme der Bewährungsstufen bei Arbeitgeberwechsel und eine Reduzierung beziehungsweise Abschaffung des Leistungsbewertungssystems in diesem Tarifvertrag ein. Ein altersgerechtes Arbeiten in den Berufen und Tätigkeiten der Behindertenhilfe sehe ich als große Herausforderung. Der Umgang mit Belastungen physischer und psychischer Art im Alltag von pädagogischen Berufen sehe ich als weiteres wichtiges Betätigungsfeld und eine Herausforderung für eine gute gewerkschaftliche Arbeit. Eine starke eigenständige GEW liegt mir am Herzen.

Wie aus den o. g. Zeilen erkennbar ist, möchte ich weiterhin an einer Verbesserung der beruflichen Tätigkeiten meiner Kolleg*innen arbeiten und vor allem deren Positionen in die Landesgremien einfließen lassen. Der direkte Kontakt zu unseren Mitgliedern in ihrem beruflichen Alltag stellt auch weiterhin die Basis meiner Gremienarbeit dar. Meine Gewerkschaft funktioniert nur von unten nach oben – dafür trete ich massiv ein!

Unterschiedliche Auffassungen sind für eine demokratische Gewerkschaft außerordentlich wichtig – einen Konsens zu finden zeichnet eine solche aus. Dies habe ich vor drei Jahren in meine Vorstellung geschrieben. Heute kann ich resümieren, dass dieser Satz weiterhin Gültigkeit hat und ich dieses Motto weiterverfolgen werde.

Foto: privat