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DDS Ausgabe SeptemberWissenschaft geht nur ohne Markt

Die Septemberausgabe der DDS dreht sich rund um das Thema Wissenschaft.

07.09.2021

»Hört auf die Wissenschaft!« – das ist eine der zentralen Forderungen der »Fridays for Future«-Bewegung seit Jahren. Demgegenüber steht eine Wissenschaftsfeindlichkeit, die u. a. den menschengemachten Klimawandel leugnet. Allen voran tut sich hier die rechtsextreme AfD hervor. Politiker*innen anderer Parteien verlegen sich darauf, Ziele zu verhandeln, von denen sie bereits bei ihrer Unterzeichnung wissen, dass sie sie nicht einhalten werden. Denn es läge an ihnen, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen politische Konsequenzen zu ziehen, entsprechende Gesetze zu verfassen und für deren Umsetzung
– ohne Parteien-Lobby-Verschränkungen – zu sorgen.

2019 warnten mehr als 11.000 Wissenschaftler*innen aus 153 Ländern »vor unermesslichem Leid«. Sie riefen den Klimanotstand aus und forderten einen transformativen Wandel. Doch die Transformation blieb bisher aus. Deshalb geht nun seit dem 28. Juli 2021 wieder ein Dokument um die Welt, überschrieben mit einer erneuten »Warnung der Weltwissenschaftler vor einem Klimanotstand 2021« (World Scientists’ Warning of a Climate Emergency 2021; academic.oup.com). Weitere 2.800 Wissenschaftler*innen schlossen sich dieser zweiten Auflage an. Anlass für die Veröffentlichung ist der »beispiellose Anstieg klimabedingter Katastrophen. Es gibt auch immer mehr Hinweise darauf, dass wir uns Kipppunkten nähern oder diese bereits überschritten haben, die mit kritischen Teilen des Erdsystems verbunden sind.« »Kipppunkte« heißt konkret: Die Elemente des Erdsystems, die durch den menschengemachten Klimawandel destabilisiert werden, verändern sich, wenn sie einen bestimmten Grenzwert überschreiten, unumkehrbar. Deshalb fordern die Wissenschaftler*innen erneut, »massiveKlimaschutzmaßnahmen« zu ergreifen.

Zum 24. September mobilisiert nun »Fridays for Future« wieder für einen globalen Klimastreik. Die GEW Bayern schließt sich dem Aufruf #AlleFürsKlima an und fordert auch ihre Mitglieder dazu auf, auf die
Straße zu gehen. Wo dies möglich ist, erfahrt ihr hier: fridaysforfuture.de

Zum weiteren Zeitplan:Am 26. September ist Bundestagswahl.

Dorothea Weniger