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Medieninformation Nr. 7/2014 vom 14. Februar: GEW Bayern zur Finanzierung von Ganztagsangeboten: Die Ganztagsschule braucht mehr Lehrer*innen!

In der Erhöhung der Pauschalen für „gebundene“ Ganztagsklassen um gut zehn Prozent sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft allenfalls einen „Tropfen auf den heißen Stein“.

14.02.2014

Mit künftig 1600 Euro (bisher 1500 Euro) pro Ganztagsklasse und Jahr für externe „Dienstleistungen“ wird es auch nicht gelingen, Kindern und Jugendlichen attraktive Angebote zu machen und den Anbieter*innen von Kursen, Seminaren u.a.m. akzeptable Arbeits- und Einkommensbedingungen zu gewährleisten. Entsprechendes gilt auch für die Anhebung der Pauschale für „offene Ganztagsgruppen“ um zehn Prozent.

Die GEW fordert die flächendeckende Einführung der „gebundenen Ganztagsschule“, da diese am ehesten geeignet ist, sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken und das Ziel der Inklusion schrittweise umzusetzen.

Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern:

„Wir brauchen „echte“ Ganztagsschulen, nicht nur einzelne gebundene Ganztagsklassen an einzelnen Schulen. Damit diese auch gelingen können, brauchen wir sowohl genug Lehrer*innenstunden, als auch ausreichende Mittel für zusätzliche Angebote.
Bei der Einführung der gebundenen Ganztagsklassen wurden pro Klasse 19 zusätzliche Lehrer*innenstunden und ein Sockelbetrag für externe Angebote zur Verfügung gestellt. Diese Ausstattung war nach der Erfahrung unserer Kolleg*innen gerade ausreichend für die Umsetzung des Konzepts. Mehr wäre von Anfang an wünschenswert gewesen.
Schon seit der Streichung von sieben der 19 Stunden bereits nach wenigen Jahren ist ein sinnvoller, rhythmisierter Ganztagsbetrieb, bei dem Lern- und Übungszeiten, sportliche, musische und kreative Angebote sich über den ganzen Tag verteilen, nicht mehr möglich. Daher fordern wir zumindest die Rücknahme der erfolgten Kürzung der Lehrer*innen-stunden neben der (ohnehin unzureichenden) Erhöhung der Pauschale. Es stehen genügend erfolgreich ausgebildete Lehr*innen zur Verfügung. Was fehlt, ist der politische Wille, Geld für zusätzliche Stellen freizugeben!“

V.i.S.d.P.: Elke Hahn, GEW Bayern, Schwanthalerstraße 64, 80336 München, Tel. 0171 676 00 00.

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