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Medieninformation Nr. 4/2014 vom 27. Januar: GEW Bayern zu den Stellenstreichungen an Schulen

Bayern braucht mehr Lehrer*innen, nicht weniger! Vorletzte Woche zeigte sich: Das Kultusministerium lässt weit mehr als 600 erfolgreich ausgebildete junge Gymnasiallehrer*innen, die dringend an den Schulen gebraucht werden, auf der Straße stehen...

27.01.2014 - Gele Neubäcker

Vorletzte Woche zeigte sich: Das Kultusministerium lässt weit mehr als 600 erfolgreich ausgebildete junge Gymnasiallehrer*innen, die dringend an den Schulen gebraucht werden,  auf der Straße stehen. An diesem Wochenende trifft es alle Schularten, v. a. aber die Grund- und Mittelschulen: die meisten von 832 Lehrer*innenplanstellen, die jetzt gestrichen werden sollen, will die Staatsregierung v. a. diesen Schularten wegnehmen.

Was kommt als nächstes?

Die Regierungspartei hatte vor der Landtagswahl und auch später noch im Bildungsausschuss versprochen, dass alle Planstellen, die durch die sogenannte „demographische Rendite“  angeblich nicht mehr gebraucht würden, im Bildungssystem bleiben werden. Was sind Versprechungen und „Garantien“ der Staatsregierung noch wert? Die Vielzahl der traditionellen und neuen Aufgaben im bayerischen Schulsystem erfordert mehr

Pädagog*innen ! Keinen Stellenstopp und schon gar keine Streichung von Planstellen!

Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern: „Die Zahl der Schüler*innen geht zwar (regional unterschiedlich) zurück. Die Aufgaben werden dadurch aber nicht weniger: zunehmende Unterschiedlichkeit der Kinder in der pluralen Gesellschaft, Individualisierung des Unterrichts, gute Ganztagsschulen, Abbau des Unterrichtsausfalls, die Einführung  neuer Lehrpläne derzeit an den Grundschulen und vor allem die Verpflichtung, ein inklusives Schulsystem aufzubauen. All diesen Herausforderungen kann verantwortungsvoll nur mit mehr Lehrer*innen und weiteren pädagogischen Fachkräften begegnet werden.“

Bereits jetzt leben ca. 30 Prozent der Lehrer*innen mit einer Krankheit, die grundlegend mit den Arbeitsbedingungen zu tun hat. Bis zu  60 Prozent derer, die in den Schulen arbeiten, befinden sich im Risikobereich einer Gesundheitsgefährdung (Potsdamer Lehrerstudie).

Neubäcker: „Wir erwarten vom  Bildungsminister, dass er sich nachdrücklich für die Lehrkräfte einsetzt und seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber ernst nimmt. Die GEW Bayern fordert von der Staatsregierung den Erhalt aller 832 in Frage gestellten Planstellen!

V.i.S.d.P.: Elke Hahn, GEW Bayern, Schwanthalerstraße 64, 80336 München, Tel. 0171 676 00 00.

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