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Corona RegelungenHumanistische Vereinigung richtet sich in einem offenen Brief an die Politik

Während größere Teile des öffentlichen Lebens stillstehen, werden Kitas und Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe offen gelassen. Übersehen werden von der Politik regelmäßig die Folgen: die Überlastung der ohnehin schon Überlasteten.

01.12.2020 - Mario Schwandt

Kolleg*innen der Humanistischen Vereinigung wandten sich an die GEW Bayern, mit der Bitte den aktuellen offenen Brief ins Gespräch zu bringen. Das tun wir gerne. Dem offenen Brief ist nichts hinzuzufügen. Sehr lesenswert!

Die Einrichtungen würden zu bloßen "Aufbewahrungsstationen“ gemacht! Ja richtig, es sind die entscheidenden Jahre im Leben eines jeden Menschen, um die es geht. Da darf nicht ein ganzes System systematisch in den Burnout getrieben werden. Und schon gar nicht darf wegen einer Pandemie aus Bildung wieder bloße „Betreuung“ werden, so auch der Ministerpräsident Bayerns, der immer wieder öffentlich die Bildungsarbeit in den Einrichtungen sprachlich degradiert. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Fachkräfte für die Bildung in der frühen Kindheit, die gerade alles tun, damit Kinder trotz allem ihre Entwicklungs- und Lernaufgaben meistern können, aber eben langsam nicht mehr können. „Wir arbeiten am Rande des Leistbaren“, bringen die Kolleg*innen es auf den Punkt.

Wir schließen uns den Autor*innen an: wenigstens „Realismus in dieser Pandemie, mit Auflagen, die umsetz- und nachvollziehbar sind“.