GEW Bayern
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Fachlehrer/innen-Ausbildung

Stellungnahme (16.6.2005) zur Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachlehrer/innen

Zum KMS IV.6-5S7030 – 4.17292 vom 9.5.2005

 

16.06.2005 - Gele Neubäcker, stellv. Landesvorsitzende

Die GEW lehnt die beabsichtigten Änderungen an der Ausbildung von Fachlehrern und –lehrerinnen an allgemeinbildenden Schulen aus folgenden Gründen ab:

  • Seit Jahren besteht Konsens: Das Unterrichten (und auch alle anderen Tätigkeiten, die das Berufsbild Lehrer / Lehrerin kennzeichnen), ist aus den unterschiedlichsten Gründen schwieriger geworden. Es besteht auch Konsens: Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ist zu verbessern. Mehr pädagogische und (lern-)psychologische Kompetenzen sind zu vermitteln. Voraussetzung dafür sind auch gute Kenntnisse der entsprechenden wissenschaftlichen Theorien. Daher weisen wir eine Ausweitung der Fachlehrer- und Fachlehrerinnenausbildung auf die Fächer Sport, Musik und Englisch zurück und fordern statt dessen die „Akademisierung“ auch der bisherigen Fachlehrerausbildung. In Baden-Württemberg z. B. kann das Fach Handarbeiten / Hauswirtschaft von je her wie alle anderen sog. wissenschaftlichen Fächer beim Studium gewählt werden.
  • Grundsätzlich gehen wir von einer Gleichwertigkeit aller Lehrämter aus. Schülerinnen und Schüler z. B. einer Hauptschule fordern ihren Lehrkräften in allen Fächern gleichen Einsatz und die gleiche Kompetenz ab, in Mathematik wie in Hauswirtschaft. Dies gilt auch für alle anderen Fächer und für alle allgemeinbildenden Schularten.
  • Die GEW sieht im vorliegenden Entwurf den Versuch, das Berufsbild „Lehrer / Lehrerin“ noch mehr zu hierarchisieren und die Gruppe der „Billig-Lehrerinnen und –lehrer“ zu vergrößern, um Geld zu sparen.

  

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