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Bildung kann nicht warten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt die Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung“ vor und macht macht sich dafür stark, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich in die Schule kommen oder eine Berufsausbildung aufnehmen können.

27.11.2017 - red.

27. November 2017

Dafür sei es notwendig, zusätzliche Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter und -pädagoginnen einzustellen und diese entsprechend zu qualifizieren. „Bildung kann nicht warten! Wir wollen geflüchtete Kinder und Jugendliche in die Gesellschaft integrieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Dafür sind Bildung, qualifizierte Schul- und Berufsabschlüsse eine sehr wichtige Voraussetzung. Die chronische Unterfinanzierung des Bildungsbereichs, der ins Stocken geratene Ausbau des Ganztags und der hausgemachte Lehrkräftemangel erschweren die Aufgabe“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Montag in Bremen während der Vorstellung der Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung“ vor der Presse.

Die Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung. Wie das deutsche Schulsystem Geflüchtete integriert“ der Autorinnen Dita Vogel und Elina Stock gibt einen Überblick über rechtliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen zur Integration Geflüchteter ins deutsche Schulsystem. Sie beleuchtet exemplarisch die aktuelle Situation sowie besondere Herausforderungen im Bundesland Bremen. Dabei werden drei Phasen (Schulzugang, Einstiegsphase sowie Interventionen und Interaktionen im Regelunterricht) genauer und mit Blick auf bestehende Regelungen, deren praktische Umsetzung sowie zentrale Handlungsbedarfe untersucht. Zudem werden Positionen und Initiativen der GEW vorgestellt, um gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die gleichberechtigte Bildungszugänge und -teilhabe Geflüchteter fördern. Die Bildungsinternationale, der internationale Dachverband von 400 Bildungsgewerkschaften, hatte die Studie in Auftrag gegeben.

 

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