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PM Nr. 21 vom 27. Juni 2017 - GEW Bayern fordert Maßnahmen um den Lehrer*innenmangel zu beheben! Zweitqualifizierungen sind deutlich zu verbessern!

27.06.2017

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern zeigt sich über die Presseberichterstattung zum massiven Lehrer*innenmangel an Grund-, Mittel- und Förderschulen irritiert und wiederholt erneut ihre Forderungen nach qualitativ hochwertigen Zweitqualifizierung zum Erwerb der Lehramtsbefähigung an diesen Schularten und zu verschiedenen Lösungsmöglichkeiten des Problems.

„Die Unterrichtsqualität kann sinken, weil die Kolleg*innen, die sich einer Zweitqualifizierung aussetzen nicht vernünftig weitergebildet werden und nicht weil Kolleg*innen mit einem Schnitt von 3,5 eingestellt werden“, kritisiert das Mitglied des Hauptpersonalrats, Ruth Brenner. Sie ergänzt: „Wie sollen in 5 Fortbildungsnachmittagen bzw. in zwei Basisveranstaltungen die Grundschulpädagogik, -didaktik und -methodik und die Grundlagen des Erstunterrichts auch nur einigermaßen sinnvoll vermittelt werden? Bei einer Vollzeitunterrichtsverpflichtung frage ich mich zudem, wie Hospitationen möglich sein sollen.“

Die GEW fordert daher Minister Spaenle mit Nachdruck auf, die unmöglichen Rahmenbedingungen der Zweitqualifizierungen (Grund-, Mittel- und Förderschule) zu verbessern. In den von der GEW bereits auf den Weg gebrachten Petitionen an den Bayerischen Landtag, fordert sie unter anderem eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, damit eigene Seminare für Nachqualifizierer*innen und eine sinnvolle Hospitation möglich sind. Den jungen Kolleginnen und Kollegen muss hier eine Perspektive geboten werden. Zudem wiederholt die Bildungsgewerkschaft ihrer Forderungen, die sie schon seit Monaten artikuliert.

Dazu Johannes Schiller, Hauptpersonalrat der GEW: „Eine langfristige Lösung zur Bekämpfung des Lehrer*innenmangels streben wir über die Ausbildung von Stufenlehrkräften an, die in mehreren Schularten einsetzbar wären – verbunden mit dem gleichen Eingangsgehalt A 13. Kurzfristig sollten der Lotsendienst und die externe Evaluation ausgesetzt werden. Damit wären mehrere hundert Stellen für den Unterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen frei.“

Anstatt auf vermeintlich schlechte Lehrerinnen und Lehrer zu verweisen müssen diese Maßnahmen endlich umgesetzt werden. Denn so könnte das Kultusministerium auch darauf verzichten, den Kolleg*innen ihren wohlverdienten Ruhestand um ein halbes Jahr hinauszuzögern.

Rückfragen gerne an:
Ruth Brenner, Tel. Tel. 0172 / 96 00 30 6
oder Johannes Schiller, Tel. 0171 / 5601800

V.i.S.d.P.: Elke Hahn, GEW Bayern, Schwanthalerstr. 64, 80336 München; 0171/6760000


Pressemitteilung: GEW Bayern fordert Maßnahmen um den Lehrer*innenmangel zu beheben

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