600 Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst in München verbrachten gestern eine "aktive Mittagspause" sinnvoll auf dem Stachus, 400 kamen auf den Jakobsmarkt nach Nürnberg.
München: 600 Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst verbrachten gestern eine "aktive Mittagspause" sinnvoll auf dem Stachus. Sie protestierten damit gegen die unnachgiebige Haltung der Arbeitgeber bei den Verhandlungen um einen neuen Eingruppierungstarifvertrag, der nach fast 20 Jahren zu einer neuen Entgeltordnung (EGO), d.h. zur Eingruppierung in eine Entgeltgruppe (EG) führen soll.
Statt die berechtigten Interessen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu respektieren, betreiben die Arbeitgeber eine dauerhafte Absenkung für ErzieherInnen auf EG 6 und wollen die Situation der bisher in EG 8 Eingruppierten verschlechtern. Es werden bisher kaum Perspektiven für KinderpflegerInnen, SozialpädagogInnen und für den handwerklichen Erziehungsdienst angeboten.
Die Beschäftigten arbeiten zunehmend unter Bedingungen, die ihre Gesundheit gefährden. Wie sie unter diesen Bedingungen ihre Arbeitskraft bis zum Renteneintritt erhalten sollen, ist vielen ein Rätsel. Dies kam auch in den Beiträgen während der Kundgebung deutlich zum Ausdruck. Aber auch dies: Ohne stärkere Mobilisierung und erhöhten Druck durch alle Betroffenen wird kein positives Tarifergebnis erreicht werden.
Nürnberg: Bunt wie die Luftballons, die sie kurz nach sieben Uhr in den Himmel schickten, war die Teilnehmerschar. Gut 400 Pädagogen aus den verschiedensten Arbeitsbereichen und Berufsgruppen kamen zum Protest für bessere Eingruppierungen zum Jakobsmarkt. Ihrem Unmut über ungerechte und geringe Bezahlung machten die Anwesenden lautstark mit Trillerpfeifen Luft. Nach einer erneuten gescheiterten Verhandlungsrunde kurz vorher nur recht und billig!








