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DDS März 2017 - Editorial

08.03.2017 - Dorothea Weniger

Gender-Bashing stoppen! – Geschlechterforschung und Geschlechtergerechtigkeit geraten immer mehr unter Druck. Menschen, die sich dafür einsetzen, sind zunehmend Angriffen ausgesetzt.

Die zumeist homophoben Ressentiments sind in der Regel gleichzeitig antifeministisch und patriarchal-konservativ geprägt. Die Stoßrichtung des zum Teil offen reaktionären Rollbacks ist dabei klar: Die Vielfalt der sexuellen Identitäten, der Lebensentwürfe und neuen Rollenbilder soll wieder der Einfalt weichen. Zudem sollen Ungerechtigkeiten aufgrund von Geschlecht manifestiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sparen die Gegner*innen des Gender-Mainstreamings nicht mit Kampfbegriffen. Neben der wichtigen Frage, wie gegen die Strategien der erzkonservativen Gruppierungen und Parteien zu argumentieren ist, sind noch weitere Aspekte relevant: Wie muss gendergerechte Arbeit aussehen, wie müssen ihre Bedingungen verändert werden? Wie schaffen wir eine gendersensible Lernatmosphäre für alle Kinder und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen, die wertschätzend ist und Mobbing vorbeugt? Auf der Suche nach Lösungen darf eine zentrale Forderung nicht vergessen werden: Der Gender Pay Gap, die geschlechtsspezifische Lohnlücke, muss endlich weg!

Eingebettet ist dieser DDS-Schwerpunkt in die Vorstellung weiterer Kandidat*innen für den Landesvorstand der GEW Bayern, der zwischen dem 30. März und dem 1. April auf der Landesvertreter*innenversammlung in München gewählt wird. Darüber hinaus haben die Warnstreikaktionen vom 14. Februar zum TV-L ihren Platz gefunden. Mit Drucklegung dieser DDS wurde ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Informationen dazu gibt es auf der Homepage der GEW Bund (https://www.gew.de/troed2017/).

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