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Das Bayerische Integrationsprogramm: Zur Sprachförderung in Kitas und Grundschulen

10.10.2007 - Fritz Köbler

Integration ist in Deutschland ein schwieriges Unterfangen. Das hängt u. a. damit zusammen, dass man lange bestritten hat, dass wir ein Einwanderungsland sind. Es hat auch damit zu tun, dass es kein klares Konzept gibt, was Integration sein soll. Auch das seit fast drei Jahren geltende Zuwanderungsgesetz sendet widersprüchliche Signale aus.

Verordnen lässt sich nur, dass sich alle an bestehende Gesetze zu halten haben.
Man kann die Vorteile des Spracherwerbs bewusst machen und man kann im Rahmen der »Pflichtbildung« (Schulpflicht) diesen Erwerb auch verbindlich gestalten. Das setzt entsprechende Angebotsstrukturen voraus, wie sie z. B. in
Schweden bestehen.
Die Bereitschaft zum Erlernen der neuen Umgebungssprache hängt davon ab, wieweit damit positive Perspektiven in Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe und klare Signale von Akzeptanz geschaffen werden. Solange uns international
ein Bildungssystem bescheinigt wird, das MigrantInnenkindern höchst selektiv gegenübertritt, und auf sie ein Arbeitsmarkt wartet, der dies bei Ausbildungen und Arbeitsplätzen fortsetzt, beginnt die Perspektiv- und damit Motivationslosigkeit
schon bei Kindern und Jugendlichen.

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